Die Ursachen der Krisen

Gerade in der Zeit nach 2007 geht es an den Finanzmärkten drunter und drüber. Eine Bankenrettung jagt die nächste, eine drohende Staatspleite die andere. Doch was sind die Ursachen?

Es wird leider in den Medien selten über das geschrieben, was die wahren Gründe dieser Krise sind. Es sind Menschen an den Schaltstellen der Banken und Politik, die aus welchen Beweggründen auch immer fatale Handlungen unternehmen dürfen, ohne dabei kontrolliert oder zur Verantwortung gezogen zu werden.

Das Problem liegt im System

Genau aber das ist doch das Problem, wenn sich jemand bereichern kann ohne Angst haben zu müssen all sein Geld wieder zu verlieren und für seine Handlungen sogar ins Gefängnis gehen zu müssen, dann wird derjenige sich auch bereichern. Hier muss ein Wandlungsprozess einsetzen. Politiker und Beamte müssen für Fehlentscheidungen ein Stück weit haften. Wer ein Bauprojekt wie den Berliner Flughafen oder den Stuttgarter Hauptbahnhof mit falschen Zahlen versucht genehmigen zu lassen, der sollte dafür teilweise haften.

Aber auch in anderen Ländern muss sich viel verändern. Mit Griechenland und Zypern wurden zwei Staaten gerettet, die durch Korruption und Vetternwirtschaft an den Rande des Zusammenbruchs geführt worden sind. Haftung für die Verantwortlichen? Gleich Null.

Was bei Zypern besonders ist

Und im Falle Zyperns sei noch dazu bemerkt, geht es doch gar nicht um die Rettung des Staates, sondern um die Rettung der Banken. Diese sind mit russischem Schwarzgeld so aufgebläht worden, dass Sie die reale Wirtschaftskraft Zyperns weit überstiegen. Nun haben sich die Bankster bei ihren Bankstergeschäften verspekuliert und so Milliarden Verluste eingefahren. Aber anstatt diese Banken Pleite gehen zu lassen, werden sie wieder mit EU Geldern gerettet.

Und dieses Mal müssen die Milliardäre sogar selbst einen Teil für die Rettung zahlen. Da schallt es aus Russland natürlich sofort „Unerhörter Diebstahl“. Ja genau, aber unserer Steuergelder!!! Warum soll ich mit meinen Steuern eine Bank auf Zypern stützen, damit die Einlagen der Milliardäre nicht noch mehr in Luft aufgehen? Bei einer Abwicklung würden wohl nur 20% übrig bleiben und nicht 70%, wie jetzt beschlossen. Wirklich: Unerhört!!!